Unverständnis bei Kölner Autohandel

Obermeister Mauss: „Infektionsgefahr hat nichts mit der Ladengröße zu tun.“

„Die Infektionsgefahr hat nichts mit der Größe der Läden zu tun. Wie bei den Baumärkten sollte ein Verhältnis von Fläche pro Besucher angewandt werden.“ Mit diesen Worten nimmt Rolf Mauss zur heutigen Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel Stellung.

Im Anschluss an das Gespräch mit den Regierungschefs der Länder hatte sie in einem Livestream mitgeteilt, dass nur kleine Läden wieder öffnen dürfen. Das sorgt beim Kölner Autohandel für großen Aufruhr und ist für den Obermeister der Kfz-Innung Köln nicht nachzuvollziehen.

Wenn jetzt die kleineren Läden öffnen dürfen, muss das auch für die Verkaufsräume des Autohandelns gelten. „Natürlich unter der Beachtung von Hygienemaßnahmen und Abstandswahrung“, betont Obermeister Mauss. „Unsere Mitglieder können das in Ihren Verkaufsräumen mindestens so gut gewährleisten, wenn nicht sogar noch besser als Bau- und Supermärkte, in denen ganz sicher eine viel höhere Anzahl an Kunden zusammentreffen als in unseren Verkaufsräumen.“

Bislang konnten die Mitgliedsbetriebe der Kfz-Innung über Kurzarbeit und den Abbau von Überstunden den wirtschaftlichen Schaden abfedern. Sollte die Schließung der Verkaufsräume aber anhalten, droht dem Kölner Autohandel der Kollaps. Eine große Anzahl der Fahrzeuge auf den Höfen der Händler sind vorfinanziert und können nun nicht abgesetzt werden. Hindernisse bei der Zulassung bereits verkaufter Fahrzeuge, Lücken in der Ersatzteilversorgung und andere Corona-bedingte Engpässe machen den 185 Kölner Kfz-Betrieben zusätzlich schwer zu schaffen. Eine schnelle Wiederaufnahme der Geschäfte ist für die Branche existentiell, so Mauss, um Insolvenzen abzuwenden und mehr als 2 200 Arbeitsplätze in Köln zu sichern.

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